Abenteuer Yushan; Besteigung des Jadeberges mit 3952 Höhenmeter
Bei unserem drei wöchigen Urlaub in Taiwan hatten wir uns 2005 vorgenommen den höchsten der über 100 Dreitausender zu besteigen. Was auf uns zukam, den 3952 Meter hohen Yushan-Jadeberg- zu erklimmen wussten wir nicht. Über Verwandte meiner Frau hatten wir bei dem zuständigen Alpin-Club eine drei tägige Tour gebucht. Die unbedingt mitzunehmenden Ausrüstungsgegenstände für diese Tour ließ unsere beiden Rucksäcke auf ein Gewicht von je ca. 13 kg anwachsen.
Die Tourteilnehmer trafen sich gegen 21.OO Uhr um eine Stunde später mit einem Bus zum Ausgangspunkt der Tour gefahren zu werden. Ich musste feststellen ich war der einzige Europäer-Langnase- unter lauter Einheimischen. Jedoch waren nicht alle Teilnehmer tourgerecht gekleidet. Zu sehen waren Turnschuhe, Stoffhose und Jacket.
Gegen 2.00 Uhr morgens wurde an einem Parkplatz gehalten; wir schlugen unsere Zelte auf und versuchten auf hartem Parkplatzboden etwas zu schlafen.
Um gegen 6.00 Uhr war das Schlummern vorbei. Die Zelte wurden abgebaut, das Frühstück (Tee in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Weissbrot und Reissüppchen)konnte eingenommen werden.
Während des Frühstücks im Stehen hatte unser Guide verschiedene Plastikbeutel, entsprechend der Teilnehmerzahl hergerichtet, um diese auf die Teilnehmer zu verteilen . Inhalt: Proviant für die nächsten drei Tage. Für uns bedeutete dies, unsere Rucksäcke erhöhten ihr Gewicht auf ca. 16 Kg..
Phantastisch war der Sonnenaufgang, die Ruhe wie auch die erwachende Natur.
Endlich ging es los. Die Rucksäche drückten,der Weg ging über unzählige Holzbrücken nur bergauf-Richtung 3000 Meter Grenze- um die erste Unterkunfts-
möglickeit auf etwa 3400 Meter zu erreichen. Diese Möglichkeit bestand darin ein Dach über den Kopf und fliessendes Wasser zu haben.
Unterkunftsmöglichkeiten in Form von Alpenvereinshütten, wie wir es in unseren Breitengraden gewohnt waren, konnten wir vergessen. Es gibt frisches Wasser und ein Dach über den Kopf.
Der Weg am ersten Tag endete auf einer Lodge auf etwa 3600 Meter, um am nächsten Morgen wieder auf 3400 abzusteigen. Punkt 19.00 Uhr brach die Nacht herein; den schönen Sonnenuntergang löste ein Sternenhimmel ab, den ich bisher nur sehr selten erlebt hatte.
Nach einer schlaflosen Nacht und einem sehr schönen Sonnenaufgang begann der Gipfelsturm.
Nach dem bisher relativ leichtem Aufstieg machte sich jetzt doch langsam die Höhe über 3000 Meter bemerkbar. Der innere Schweinhund mußte oftmals überwunden werden. Geholfen hat die Gruppe wie auch diejenigen, die den Gipfel bereits erklommen hatten.
Bis auf die letzten Meter haben ich den Gipfel nicht erreicht. Ich ahnte, wass auf dem Abstieg noch auf uns zukommt.
Den Abstieg empfanden wir beide extremer als den Aufstieg. Teilweise waren Passagen dabei die wir in unseren euroäischen Alpen nicht ausgesetzter erlebt haben.
Nach einer weiteren Übernachtung ging es langsam zurück in die Zivilisation.
Endpunkt der Dreitagestour war Donpu.
Für mich unvergesslich war ein Hotel an dem Einheimische auf einer Terasse sassen; wir liefen mit unseren Rucksäcken vorbei; plötzlich standen sie auf und applaudierten. Nach einem Bad in den heissen Quellen von Dongpu und einem guten Mittagsessen waren alle Strapazen vergessen.
FAZIT :
Eine wunderschöne, teilweise anstrengende, für uns beide unvergessliche Tour.
NATUR PUR.
Leider haben wir mit den Tourteilnehmern keine Adressen ausgetauscht.
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